Aus dem Leben 

Das Wochenende 

Das Wochenende, das ist fein, 
Erholung finden, bei dir daheim; 
und auch endlich das dann tun, 
was dem Menschen liegt zu tun. 

Man kann sich um die Kinder kümmern, 
ohne Hast, 
sodass sie nicht verkümmern; 
endlich seinen Hobbys frönen, 
malen, lachen, tanzen, singen, 
kurz, die Welt gewinnen. 

Das Angenehme an der Sach, 
es macht augenblicklich Spaß; 
den Zeit hat man ja, 
mehr als  genug, 
da kommt man nur mit Vorsatz in Verzug. 

Drum lasst die Zeit uns nützen, 
unsre Seel mit Gutem schützen; 
jede Woche stehts aufs Neue, 
auf dass Leben uns erfreue. 

Das ABC

Wer denkt das ABC,
das tut nicht weh, 
der frage ein Kind, 
das klärt dich auf geschwind. 

Man übt es nach und nach, 
macht allerdings nur selten Spaß; 
manchmal lockt das Spielzeug sehr, 
und frisch gefallner Schnee noch mehr. 

Buchstaben auch zu schreiben ist ein Muss, 
beim Aufsagen ist noch lange nicht Schluss, 
sonst würde es nicht klappen, 
beim lesen von Geschichten, Märchen 
und so Sachen. 

Denn ohne lesen wär man eingesperrt, 
das Wissen der Welt wär dir verswehrt; 
drum soll man, 
wenns auch schwer mal fällt, 
das ABC doch lernen, 
und man gewinnt die Welt. 

Portwein

Eigentlich, ich muss gestehn, 
ist Wein für mich nicht angenehm, 
doch einen gibts , den lass ich gelten, 
würd im Leben ihn nicht schelten. 

Aus Porto, 
dort in Portugal, 
wird Portwein er genannt, 
ein Roter ist er süß und schwer, 
regt zur Begierde an, zu mehr. 

Verwandelt Soßen in ein Gedicht, 
vor allem Rind und Reh lieben ihn gar inniglich, 
doch nicht nur die Soße ist erpicht auf ihn, 
auch der Koch, bei Hitze, wird ihn nicht fliehn. 

In schönen Abendrunden, 
kann solch ein Tropfen vortrefflich munden, 
belebt Geschmack, Geselligkeit, 
da ist Zufriedenheit nicht weit. 

1x1

Das 1x1 ist wie das ABC, 
und tut dem Kind "gelegentlich" recht weh, 
denn, wenn es denkt es ist vollbracht, 
so wird das Nächste ausgepackt. 

Tut sich so mancher damit schwer, 
und schafft sich damit wenig Ehr´, 
denn 1x1 und ABC, 
die tun ganz unterschiedlich weh. 

Doch, was hilfts dem Kind, 
besser ists man lernt geschwind, 
da manches seine muss, 
auch wenns zunächst nur gibt Verdruss. 

Essen


Ist wahrlich meine Leidenschaft, 
welche mir viel Freude macht, 
gutes Essen, guter Trunk, 
und schon geht es am Gaumen rund. 

Denn gutes Essen genießt man mit allen Sinnen, 
lassen alle sich dafür gewinnen, 
schließlich ist man was man isst, 
sonst Gesundheit dir zerbricht. 

Von der Ferne riechts die Nase schon, 
erwartet den handwerklichen Lohn, 
lässt Fantasie sich regen, 
wies riecht, 
wirds wohl was gutes geben. 

Da erspäht das Auge schon, 
leckre Speiß auf Tellers Thron, 
dampfend und, wohlportioniert, 
lockt es dich, ganz ungeniert. 

Schließlich, führt man den ersten Bissen dann zum Mund, 
erwartend was der Geschmack tut kund, 
ob Nas, ob Aug sich irrten, 
nur Täuschung generierten?

Doch der Geschmack bestätigt fix, 
dies Essen hier, das ist kein Witz, 
und nun, endlich, ist das Essen dran, 
schenkt Zufriedenheit mir dann. 

So ein Zufall

So ein Zufall aber auch, 
das Leben nimmt ja seinen Lauf, 
und wir, gerne, übersehn, 
warum der Zufall angenehm. 

Denn, Zufall sagt, 
ich fall dir zu, 
hast getan was nötig war, 
das Ergebnis, wird dir jetzt gewahr. 

Der Zufall, 
der kommt nicht aus dem Nichts, 
also glaube nicht was man dir verspricht, 
denn, würde Etwas aus dem Nichts erfolgen, 
dann wär der Atheismus nicht in Sorge. 

Aus Nichts da kann nur Etwas folgen, 
wenns in höhren Sphären ist geborgen, 
und so kann der Zufall nicht dem Nichts entstammen, 
außer, Gottes Wort, würd es entflammen. 

Also, 
ist der Zufall Taten Lohn, 
dem Nichts ein Frevel und ein Hohn, 
was du tust das fällt dir zu, 
hebt das Nichts hinfort im Nu. 

Zu deinem Geburtstag


Dies heut ist dein Jubelfest, 
das steht ohne Zweifel fest, 
ein ganzes Jahr vergangen ist, 
und nun 12 Monde klüger bist. 

Was man in einem Jahr so alles erlebt, 
zumeist wird diese sicht gezählt, 
die Achterbahn des Lebens, 
war auch im letzten Jahr zugegen. 

Gut ist, 
du hast es überstanden, 
wurdest nicht zuschanden, 
wurdest auch noch etwas klüger, 
und dein Wissen größer, 
denk mal nach darüber. 

Das bedeutet du bist heute besser dran, 
bist heute ein viel bessrer Mann, 
und diese Tatsach´ feiere ich, 
mit dir zusammen, 
ganz gebührend. 

Zwischendurch

Manchmal sitz ich hier, 
irgendwo, 
und doch nicht da, 
genieße Ruhe nach dem Sturm, 
genieße Ruhe vor dem Sturm. 

Tut ja gut wenn man verschnauft, 
wenn lange ist, 
des Tages Lauf, 
dann sieht man, was man hat vollbracht, 
was wieder neue Kräfte schafft. 

Und so ist dieses Päuschen, 
auch schon wieder um, 
die Arbeit ruft, zu dumm, 
also, auf die müden Knochen, 
sonst wird des Tages Lauf auch nicht beschlossen. 

Sandkastenspiele 


Schon aus der Ferne ist die Freude groß, 
was es dort sieht, 
das lässt das Kind nicht los, 
leicht, glitzert er, 
und lockt zum Spielen,, 
kleine Schritte drängen hin zum Ziele. 

Begrenzt wird jener Haufen Sand, 
durch einen Rand, 
in Wiesen-, Stein- und Holzgewand, 
davor erhebt sich eine sanfte Höh´,
in Phantasie, ein Gebirg´ voll Schnee. 

Und seitlich steht dies kleine Häuschen, 
mit Sitzgelegenheit für kleine Leutchen, 
ist manchmal etwas zugig zwar, 
doch im Sommer einfach wunderbar. 

Und schon gehts ab dann, in die Dünen, 
um im feinen Sand zu wühlen, 
Straßen werden sogleich planiert, 
und Häuser Fundamente, konstruiert. 

Natürlich darf auch da und dort ein Loch nicht fehlen, 
könnt ja sein, 
man müsst nach China sich bequemen, 
doch auch der Graben einer Burg, 
der ist ein Star, 
ist alles fertig wirds zerstampft, 
wunderbar! 

Und so schon früh die Kindlein lernen, 
das nichts für ewig ist auf Erden, 
und ohne Tränen und Geplärr, 
wird die nächste Konstruktion erdacht, 
und schwuppdiwupp, 
in Aktion gebracht. 

Nachdem dann schließlich ganze Städte, 
und Palastanlagen, 
gen Himmel sich erhoben haben, 
mahnt die vorgerückte Tageszeit, 
zu Abend noch zu essen, 
das wäre auch gescheit. 

Und so zieht heim die Karawane, 
natürlich, 
unter Protest der Arbeitsscharen, 
doch der nächste Tag der kommt gewiss, 
wenn Kindes Phantasie die Welt vermisst. 


Der Zaubertrank

Zu brauen ist nicht schwer, 
selten, dass die Küche ist so leer, 
das dort nichts darinnen sei, 
was dem Brauen stellt ein Bein. 

Der größte Topf der steht bereit, 
macht das Kinderauge sich geneigt, 
wenn das Wasser dann in Wallung, 
getrocknet Blätter darein fallen. 

Das Wasser sich verfärbt, 
entzieht den Blättern ohne Schmerz, 
Geschmack und Stoffe, an, sich reichern, 
und auch Geruch sich mehr und mehr verbreiten. 

Nelke, Vanille, Himbeerblatt, 
Kandis, brauner Zucker satt, 
Zitrone, Orangen und zum Schluß, 
Ahornsirup, der ein Muss. 

Gut vermengt und heiß serviert, 
in einer Tasse fein drapiert, 
ja, der Winter der ist fein, 
wenn Zaubertrank du hast daheim. 

Seele baumeln lassen


Du liegst ganz einfach da, 
hier in diesem warmen feuchten Gras, 
streckst alle Viere aus, 
ein Seufzer, und verschwunden ist der Graus. 

Die Sonne wärmt und bräunt die Haut, 
ein leichter Lufthauch weht um deinen Bauch, 
Libelle, Biene und Konsorte, 
grüßen ohne hörbar Worte. 

Langsamer wird alles dann, 
die Anspannung verfliegt, sieh an, 
Stunden zu Sekunden, 
auf einmal alles ungebunden. 

Da hast du plötzlich Zeit zu schmunzeln, 
nichtig sind auf einmal alle Sorgenrunzeln, 
die Umwelt wird sodann zum Spieleplatz, 
alles eine große Hatz. 

Tauchst du ein ins kühle Nass, 
eiskalt erschauert dich der Spaß, 
 und auf dem Rücken schwebst du dann, 
zwischen Himmel und Erde, 
schwerelos, 
lautlos, 
still voran. 

Das Leben ist im Fluss


Das Leben ist im Fluss, 
lässt du dich treiben, 
welch Genuss, 
ob auf dem Rücken, auf dem Bauch, 
lass den Dingen seinen Lauf. 

Mal treibst du am Rücken ruhig dahin, 
der Fluss des Lebens plätschert still, 
bist an Land, und doch im Wasser, 
dein Geist den ganzen Himmel speißt. 

Mal schwimmst du auf dem Bauch, 
wenn der Fluss des Lebens, 
dezent, zuckt aus, 
die Wellen schlagen auf deinen Kopf hernieder, 
und Grauen zuckt durch deine Glieder. 

Doch wie sichs auch gestaltet, 
bleib im Fluss, 
verlass ihn nicht, 
von der Quelle bis zum Meer sollst dus erleben, 
bleib im Fluss, 
den das ist Leben. 

Gleich den Umständen


Wenn sich Trübsal auf dich legt, 
Trauer, Pein und Schmerz dich quält, 

wie eine Schar von Wolkenschatten, 

anschickt, deinen Geist dir zu ermatten. 

So lerne von dem Bilde hier, 
sieh die Rosenblüte, sie zeigt es dir, 
erblüht in voller Pracht, 
gleich welches Wetter heute lacht. 

Und so, sei auch du dabei, 
wenn hin und her wogt, Tages Einerlei, 
blühe, wachse und gedeih, 
strahle, wie ein Stern, 
sei frei. 

Ohne Titel


Ein jeder mache sich bereit, 
für eine Zeit der Traurigkeit, 
wo Hass und Not, ganz langsam kriechen, 
in Herz und Häuser und in alle Nischen. .

Die Welt, so sagt man, 
kann es sich nicht leisten, 
still zu stehn, 
wo keine Hamsterräder sich mehr drehn. 

Der Mensch, so sagt man, 
hält das alles gar nicht aus, 
still zu sein, im Weltenlauf. 

Doch die Welt zerbricht, 
innerlich wie äußerlich, 
alles, steht zur Disposition, 
alles, wird geprüft in seiner Funktion. 

Alte Muster funktionieren lang nicht mehr, 
doch, krampfhaft hält man fest an dieser Mär, 
es kann ja gar nicht sein, 
was nicht sein darf, 
das wir bekamen ein Tritt in unsren A...

Verzeih mir das ich schimpfen muss, 
der Schmerz sitzt tief, 
auch der Verdruss, 
dass alles denkbar hat versagt, 
dem Herrgott sei es auch geklagt. 

Denn, was viele nicht verstehn, 
dies alles ist nicht einfach, unangenehm, 
alles, hat nämlich seinen Preis, 
der wird bezahlt, wie jeder weiß. 

Auch unsre alte Welt, 
die hatte ihren Preis, 
nun kommt Gevatter Tod und fordert ein, 
auf seine Weis. 

In Feuerzeichen stand es an die Wand geschrieben, 
Dekaden lang, 
und nicht bloß in Hieroglyphen, 
doch alle Zeit, sie ist nun um, 
Endgültigkeit, 
wie dumm. 

Und doch schreien immer mehr: 
"Alte Welt komm wieder her", 
und schimpfen, 
"Dies und Das muss nun zum Teufel gehn", 
so simpel ist nicht unser Lehn. 

Und ein Lehn ist diese Welt, 
ist bloß geliehen, nicht geschenkt, 
wo mancher mit Verdienst sich brüstet, 
nach der Enkel Zukunft, hat es ihn gelüstet. 

Bei all der Technik, 
wie kann das sein, 
das Fehler der Vergangenheit uns holen ein?, 
doch alles hat einmal ein Ende, 
und kommt schlussendlich doch zur Wende. 

Denn Technik ist ne feine Sache, 
da kann man so viel heile machen, 
doch, 
man kann nur lösen was man kennt, 
was man nicht kennt, 
da wird die Lösung, 
ineffizient. 

Und wie sollte man auch was lösen, 
wo doch alle Geister scheinbar dösen, 
die Welt zu retten sei ihr Ziel, 
fang bei dir an, 
dazu brauchts nicht viel. 

Doch Musik und Gegacker, 
Konsum und Geplapper, 
Rausch in Saus und Braus, 
betäubt und hindert deinen Lauf. 

Und die Partei?, 
die Partei hat immer recht, 
alle Farben sind im Dreck. 

Und so schätz ich, 
wird es wieder laufen, 
 da so viel Ungemach zugleich auf einem Haufen, 
denn, wir sehen meistens nur den Schmerz, 
was dahinter, gilt uns nur als Scherz. 

Dabei verhält sichs mit dem Schmerze, 
wie mit der Geburt, 
ja, ganz im Ernste. 

Die Geburt ist ein gar qualvoll Ding, 
doch, kommt mir nichts schönres in den Sinn, 
all das Leiden, all der Schmerz, 
schafft ein neues Leben, 
ein neues Herz. 

 

Der Abschied


Wie, 
soll man in Worte fassen, 
das Erinnerungen, nicht verblassen; 
was soll man alles sagen, ohne in Trauer zu verzagen?

So viel, 
sehe ich vor meinem Auge stehen, 
und kann dabei kein Ende sehen; 
drum, will ich von meiner Hoffnung künden, 
sich meinem Herzen zu entwinden. 
Einmal, 

da kommt der Tag, 
wo auch meine Hülle aufgebahrt; 
wenn mein Weg zu Ende ist, 
und mein Licht verlischt. 

An diesem Tag wird sich mein Herz erfreuen, 
denn, da sehe ich aufs Neue; 
von Neuem, werde ich meine Liebsten sehn, 
zu ewigem Licht und Freude, 
auferstehen. 

Räucherwerk


Wie lange lebt man ohne Speiße?,
eine Woche, auf diese Weiße, 
 Wie lange lebt man ohne Trinken?, 
nach 3 Tagen beginnt der Exitus zu winken. 

Doch nach 3 Minuten ohne Luft, 
kippst du um mit viel Verdruss, 
woraus sich lässt versehen, 
was wirklich wichtig ist im Leben. 

Gute Luft wird unterschätzt, 
mit ihr der Körper seinen Anfang setzt, 
denn ohne sie sind Speiße und Trank, 
wie auch das Leben schnell vakant. 

Drum liebe ich das Räucherwerk, 
das schnell uns bessere Luft beschert, 
das alles Üble, alles Schlechte nimmt hinfort, 
und uns schafft den besseren Ort. 

Zunächst da wird die Kohle angesteckt, 
und ist sie weiß und durch, 
so wird sie mit Räucherwerk bedeckt. 

Wohlig, verbreitet sich der Rauch, 
zieht durch jede Ritze wie ein Hauch, 
Wohlgeruch der stellt sich ein, 
Wohlbefinden für da Heim. 

Zum Widerstand


Stehts das Gute nur zu tun, 
und das Böse lasse ruhn, 
darunter versteht der Mensch, nur allzu oft, 
feig und stumm zu sein, 
gleich was es kostet. 

Doch, das Gute tun, das ist viel mehr, 
Recht zu tun, das liegt ihm sehr, 
doch Recht zu tun ist furchtbar schwer, 
weswegen es oft, nur eine Mär. 

Recht tun bedeutet nicht nur Unrecht lassen, 
es heisst auch, 
das Unrecht in Schranken fasen, 
doch was Recht und Unrecht sei, 
ist eben kein, positives Einerlei. 

Man kann nur nehmen was man gibt, 
was sich auch bei Recht und Unrecht ziemt, 
da Recht nur hat wer sich Unrecht verschließt, 
ansonsten sein eigenes Recht versiegt. 

So verhält sichs auch mit Widerstand, 
der oft vom Denken ist verbannt, 
everybodys darling, is everybodys Depp, 
was eben stimmt, 
auch wenns nicht nett. 

Doch nett, 
ist der kleine Bruder von, ihr wisst schon wem, 
drum nimm es dir zu Herzen, unversehens, 
da, wer nicht spricht wenn es ist Zeit, 
kann auch nichts sagen, 
wenn er ist an der Reih. 

Weihnacht 

Zu Weihnachten gedenken wir, 
GOTT nahm an unsere Natur, 
erniedrigt sich von seinem Thron, 
zur Rettung des verlorenen Sohns. 

Jeder von uns ist mit Fehlern behaftet, 
in Gedanke, Wort und Tat verachtet, 
alles, wonach wir jemals streben, 
Staub und Schatten, niemals Segen. 

In uns ist ein großes Loch, 
das stopfen wir mit schlechter Kost, 
da wir stetig tun was wir wollen, 
und lassen, was wir sollen. 

Der HERRGOTT schrieb in unsere Herzen, 
womit wir niemals sollten scherzen, 
das die Wahl liegt stehts bei uns, 
Himmel oder Hölle, nach unserer Gunst. 

Und wählen tun wir allzu oft, 
was leicht und schnell und nicht viel kost, 
und denken das dies richtig wär, 
der Preis dafür, ein hoch Salär. 

Wir wissen das wir falsches tun, 
und können dennoch, 
damit nicht ruhen, 
da Selbstbetrug uns trefflich kleidet, 
versuchen wir falsches doch zu leiden. 

Wenn einer nicht mehr heizen kann, 
was fichts mich an, wenn ich es kann, 
wenn einer die Miete nicht kann zahlen, 
solange ich selbst, im finanziellen Rahmen. 

Ja, der Hochmut ist ein starkes Stück, 
als erste Sünde bricht er dein Genick, 
 lässt dich glauben, 
dass du was besseres wärst, 
und bist doch nicht mehr, 
als andere wert. 

Tiere haben wir statt Kinder, 
damit der Spaß sei der Gewinner, 
dabei können wir sie gar nicht richtig halten, 
aber dem Nachbarn sein Benehmen schelten. 

Kinder verkaufen wir in Sklaverei, 
und schimpfen wenn ein Baum entzwei, 
weil die Umwelt wichtig ist, 
nicht wie das Menschenopfer, 
das sei gewiss. 

Unsere Enkel, in den Schuldturm gepfercht, 
damit die Obrigkeit im Luxus schwelgt, 
Gewinn gehört privatisiert, 
und Verluste brav sozialisiert. 

Man sagt uns was wir sollten essen, 
ist ja nur zu unserem Besten, 
denn, was dies ist, das wissen wir ja nicht, 
auf das Wort der Führung sind wir erpicht. 

Da fällt mir Charlie Chaplin ein, 
mit dessen Rede mach ich mich gemein, 
wonach zur Freiheit sei geboren, 
wer zur Führung auserkoren. 

Wir plündern Erde, Mensch und Tier, 
und alles nur aus Gier, 
wie Udo schon gesungen hat, 
wer alles hat, kriegt noch Rabatt. 

Alte lassen wir allein, 
und Kranken stellen wir ein Bein, 
weil es so lustig anzusehen, 
wenn andere sich grämen. 

Dies, und tausend andere Sachen, 
die diese Welt nur schlechter machen, 
treiben wir seid es uns gibt, 
sind unseres Glückes größter Dieb. 

Und doch, 
hat GOTT uns ausgezeichnet, 
 auf das alles Böse müsse weichen, 
nahm unsere Natur ja an, 
stellte sich dem Bösen und gewann. 

Diese Welt kann wie ein Kerker sein, 
traurig, düster und allein, 
hat Christus es uns vorgemacht, 
und das größte Geschenk für uns gebracht. 

Diese Welt, die kann man überwinden, 
kannst aus den Fesseln dich entwinden, 
ungebrochen, hell und klar, 
steht deine Seele vor der Krippe da. 

Das Bier

Vom Portwein habe ich ja schon geschrieben, 
doch auch das Bier habe ich gelernt zu lieben, 
da Wein und Bier sind GOTTES Gaben, 
ist es nur Recht sich daran zu laben. 

Kühlend rinnt es die Kehle hernieder, 
den Wohlgeschmack gibt die Zunge gerne wieder, 
der kühlende Effekt der stellt sich ein, 
was gerade im Sommer einfach fein. 

Prickelnd steht der Becher voll goldenen Wein, 
lädt zum Verweilen, lockend ein, 
ist gekrönt mit schneeweißer Krone, 
ja, der Kuss der wird sich lohnen. 

Doch auch der Beruhigung dient der Trunk, 
macht die Nerven ruhig, statt kunterbunt, 
den ein Bier zur rechten Zeit, 
bringt Ruhe und Gelassenheit. 

Und um der Vollständigkeit halber zu erwähnen, 
sei vom apperitiven Effekt hier zu erzählen, 
da das Bier den Hunger treibt, 
der Ernährung dient, was ja gescheit. 

Alles in allem lässt sich sagen, 
über Bier lässt sich nicht klagen, 
deshalb erhebe ich mein Glas im Geiste, 
und wünsche Prost!, zu allen Zeiten. 

Spielen

Wenn die Kinder,
groß und klein,
gemeinsam spielen,
wohl und fein,
die Eltern eine Pause haben,
an der Konversation sich auch zu laben.

Da werden neue Welten erdacht,
mit Phantasie ins Leben gebracht,
da glaubt so mancher er hört nicht recht,
so ein Spiel das ist nicht schlecht.

Häuser in den Himmel wachsen,
mit vielfach Stockwerk,
und einer Sonnenterasse,
manches, bleibt unidentifiziert,
wofür man sich aber nicht geniert.

Pläne schmieden,
Gold abwiegen,
Schlachten schlagen,
und versagen.

Zauberer und Drachen,
Äcker, Steine, Felsen machen,
Gaukler, Clowns und andere Sachen,
bringen Kinderaugen stehts zum Lachen.

Ja,
des Kindes Phantasie,
beeindruckt mich und wie,
und ist alles vorbei und bang,
fängt der Reigen von vorne an.

Gewidmet meinem Sohn Raphael.
Danke für die fortwährende Inspiration!

Der kurze Schreck


Kennt ihr das auch, 
wenn der Schreck fährt unter die Haut, 
wenn das Ereignis kommt ganz unerwartet, 
auf vielfach unbequeme Arten. 

Wie ein Blitz, 
zuckt es durch die Glieder, 
überrascht, 
drückt dich die Wendung nieder, 
weich die Knie und flau der Bauch, 
wie geht der Reim nur auf?

Doch, 
wie schnell der Blitz zu Boden zuckt, 
so schnell hat es sich ausgespukt, 
wenn die Fassung du zurück gewinnst, 
und die Kontrolle übernimmst. 

Es war eben nur ein kurzer Spuk, 
die Lösung bahnt sich an im Nu, 
und für den Schreck, 
wird es schnell unbequem, 
bis zum nächsten Wiedersehen.